Rentenberatung Rumm

Ihre kompetente und freundliche Rentenberatung

Aktuelles

 

Neugestaltung der Rentenbescheide ab April 2018

Nach Ostern 2018 sehen die Rentenbescheide der Deutschen Rentenversicherung (DRV) anders aus.

Diese neuen Bescheide sollen durch eine umfassende Umgestaltung kürzer und übersichtlicher werden.

Durch die bereits 2015 begonnen Umgestaltung der Rentenbescheide werden die Bescheide aber für die Versicherten gerade nicht verständlicher!

Die Rentenbescheide werden so stark verkürzt, dass die Versicherten die Rentenberechnung nicht mehr nachvollziehen können.

Die Anlagen über die Ermittlung der Entgeltpunkte fallen weg.

Vorgesehen ist, dass die Versicherten die nicht mehr automatisch beigefügten Anlagen nur noch im Nachgang zum Rentenbescheid auf Anfrage erhalten werden.

Dies ist eine eindeutige Verschlechterung für die Versicherten, da eine sinnvolle Überprüfung des Bescheides erst nach Erhalt aller Anlagen erfolgen kann.

Unter Umständen versäumen die Versicherten die Widerspruchsfrist, wenn der Bescheid rechtswidrig ist.

Daher ist es ratsam, bereits vor der Rentenantragsstellung unsere Beratung in Anspruch zu nehmen oder das gesamte Rentenantragsverfahren in unsere Hände zu geben, um Rechtsnachteile zu vermeiden.

Wenden Sie sich aber in jedem Fall nach Erhalt des Rentenbescheides zur genauen und sachgerechten Prüfung des Bescheides an uns als Rentenberater.


Flexi-Rente, wichtige Neuerungen ab 01.07.17

Einer der wichtigsten Neuregelungen ab 01.07.2017 ist die Änderung des Hinzuverdienstes.

Rentner mit einer vorgezogenen Altersrente können einen Betrag von 6300,- Euro jährlich anrechnungsfrei hinzuverdienen.

Der darüber hinausgehende Verdienst wird auf die Rente angerechnet.

Allerdings wird es eine Obergrenze für den Hinzuverdienst geben.

Ab Erreichen der Regelaltersgrenze kann unbegrenzt hinzuverdient werden.

Lassen Sie sich von uns beraten, welche weiteren Vorteile Sie haben, wenn Sie über Ihre Regelaltersgrenze hinaus selbst weiter Rentenversicherungsbeiträge bezahlen.

Auch bei den Renten wegen Erwerbsminderung wird der Hinzuverdienst in der Zukunft stufenlos angerechnet.

Bei einer Rente wegen voller Erwerbsminderung gilt die gleiche Hinzuverdienstgrenze wie für Rentner, die eine vorgezogene Altersrente beziehen.

Bei einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung wird die jährliche Hinzuverdienstgrenze individuell berechnet.

Eine wichtige Neuerung besteht auch darin, dass befristete Renten wegen voller Erwerbsminderung, deren Anspruch nicht abhängig von der Arbeitsmarktlage ist, nun nicht mehr unbedingt mit dem siebten Monat nach Eintritt der Erwerbsminderung, sondern früher beginnen können.

Dies hängt wesentlich davon ab, ob innerhalb dieser sieben Monate der Anspruch auf Krankengeld, Krankentagegeld oder Arbeitslosengeld ausläuft.

Rentenabschläge ausgleichen durch Sonderzahlungen

Bisher waren Sonderzahlungen, um einen Abschlag auf eine vorgezogene Altersrente zu vermeiden, ab dem 55.Lebensjahr möglich.

Vom 01.07.2017 können diese Sonderzahlungen bereits ab dem 50. Lebensjahr geleistet werden.

Lassen Sie sich von uns rund um diese Möglichkeit beraten.

Vorteile für den Arbeitgeber

Mit der Einführung des Flexi-Rentengesetzes werden Arbeitgeber dabei unterstützt, ältere und erfahrene Arbeitnehmer länger im Betrieb zu halten.

Lassen Sie sich auch hier von uns beraten, welche Besonderheiten nun für den Arbeitgeberbeitrag zur Arbeitslosenversicherung gelten.

 

Neues zur gesetzlichen Pflegeversicherung:

Schon seit ihrer Einführung im Jahre 1995 trägt die Pflegeversicherung wesentlich zur Verbesserung der Versorgung von pflegebedürftigen Personen und zur Unterstützung der sie pflegenden Personen bei.

Dabei ist der Begriff der Pflegebedürftigkeit von großer und zentraler Bedeutung, denn nach ihm richtet sich der Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse.

Der zum 01.01.2017 in Kraft getretene zweite Teil des Pflegestärkungsgesetzes II (PSG II)  definiert etwa den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, sowie das neue Begutachtungsassessment (NBA) und die soziale Absicherung der Pflegepersonen wird neu geregelt.

Bis 31.12.2016 hat die Pflegekasse über die Einstufung in drei Pflegestufen entschieden.

Ab Januar 2017 erfolgt die Einstufung in einen von fünf Pflegegraden.

Wer aber zum Stichtag bereits eine Pflegestufe hat, erhält automatisch einen Pflegegrad.

Bei diesem neuen Begutachtungsassessment ist nun die verbliebene Selbständigkeit des zu Pflegenden maßgeblich.

Es werden darüber hinaus alle Beeinträchtigungen, also körperliche, geistige und seelische Beeinträchtigungen berücksichtigt.

Dieser neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wird durch sechs Bedarfsbereiche gekennzeichnet.

Basis der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) sind sechs Module, die unterschiedlich stark gewichtet werden.

Aus den gewichteten Punkten aller Module werden durch Addition Gesamtpunkte gebildet und so der Pflegegrad festgestellt.

 

Modul 1: Mobilität, im Wohnbereich, hier werden motorische Fähigkeiten, wie etwa das Treppen steigen bewertet

Modul 2: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten, hier werden grundlegende mentale Funktionen betrachtet, also etwa die zeitliche und örtliche Orientierung, das Erkennen von Personen des engeren Umfelds

Modul 3: Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, die zentrale Frage beschäftigt sich hier damit, inwieweit eine Person ihr Verhalten selbständig steuern kann

Modul 4: Selbstversorgung, hier geht es um die Frage, ob sich die Person selbst an- und auskleiden kann, ob Hilfe bei der Körperpflege benötigt wird

Modul 5: Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen, wie selbständig kann die Person die eigenen Gesundheitsprobleme bewältigen

Modul 6: Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte, ist Interaktion mit anderen Menschen möglich, kann der Tagesablauf selbst gestaltet werden, diese Fragen wurden bislang nicht berücksichtigt

Dies ist eine enorme Verbesserung für Personen, die an Demenz erkrankt sind.

Aber auch pflegebedürftige Kinder und geistig behinderte Menschen profitieren davon.

 

Weitere Änderungen ab Januar 2017:

- Einheitlicher Satz für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen ( Entlastungsbetrag) liegt monatlich bei 125,- Euro

- Der Eigenanteil für Pflegeheime orientiert sich nicht mehr an der Pflegestufe.

- Bessere Absicherung für Pflegepersonen, Rentenversicherungsbeiträge für alle Pflegepersonen, die im Pflegegrad 2-5 mindestens 10 Wochenstunden, verteilt auf mindestens 2 Tage, pflegen

 

Lassen Sie sich bei Unklarheiten auch zur Rentenversicherungspflicht von Pflegepersonen von uns beraten, um keine „Rente zu verschenken“.

Gerne stehen wir für Terminvereinbarungen zur Verfügung!

 

Lassen Sie sich jetzt von uns über die Neuerungen im Rentenrecht informieren, die ab 01.07.2014 gelten!

Bestandsrentnerinnen und -Rentner, die am 01.07.2014 bereits eine Rente beziehen und die Anspruch auf die zusätzlichen Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder haben, bekommen ohne neue Rentenberechnung zusätzlich pro Kind einen Entgeltpunkt.

Dies sind derzeit in den alten Bundesländern 28,61 Euro brutto mehr!!!

Bei den Bestandsrentnern wird zudem die Beitragsbemessungsgrenze nicht geprüft, auch wenn diese überschritten wurde, erhalten diese Personen den zusätzlichen Entgeltpunkt.

Eine Kappung auf die Beitragsbemessungsgrenze erfolgt aber in allen Fällen, bei denen der Versicherte zum 01.07.2014 noch keine Rente bezieht!

Achtung: Wurde das Kind komplett im Osten der Bundesrepublik Deutschland, also in der ehemaligen DDR, erzogen, bekommt der Versicherte auch nur einen Entgeltpunkt Ost für die Zeit der Kindererziehung.

 

Von der Altersrente für besonders langjährig Versicherte profitieren vor allem die Jahrgänge bis einschließlich 1952!

Lassen Sie sich jetzt von uns ausführlich beraten, ob diese Altersrente auch für Sie eine Möglichkeit wäre, abschlagsfrei in Altersrente zu gehen!

 

Eingeschränkte Wegefähigkeit führt zur Rente wegen voller Erwerbsminderung


In § 43 Absatz 2 Nr. 1 SGB VI ist geregelt, dass Versicherte, die voll erwerbsgemindert sind, einen Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung haben und dies bis zum Erreichen der Regelaltersrente!

Voll erwerbsgemindert ist derjenige, der unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes nicht mehr mindestens 3 Stunden täglich arbeiten kann.
... Gründe hierfür müssen Krankheiten oder Behinderungen sein, die für nicht absehbare Zeit, also nicht nur vorübergehend, vorhanden sind.
Selbstverständlich muss der Arbeitsplatz überhaupt erreicht werden können. Dies ist dann nicht mehr der Fall, wenn der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, täglich mindestens vier mal die Wegstrecke von 500m innerhalb von 20 Minuten zu bewältigen.
Kann dies nicht mehr geleistet werden, dann liegen nach BSG-Rechtsprechung trotz eines vollschichtigen Leistungsvermögens grundsätzlich die Voraussetzungen für eine volle Erwerbsminderung vor.
Allerdings kann der Leistungsträger, also etwa die Deutsche Rentenversicherung, diese Wegeunfähigkeit auch wieder beseitigen.
Dies geschieht durch Gewährung geeigneter Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.
Der Leistungsträger kann z. Bsp. zeitlich befristet Beförderungskosten übernehmen, auch die Nutzung eines PKWs, bei dem nicht der Versicherte der Halter sein muss, über den er aber jederzeit verfügen kann, stellt die Wegefähigkeit wieder her.

Der 13. Senat des Bundessozialgerichtes (BSG) hat im wesentlichen die bisherige Rechtsprechung mit seinem Urteil vom 12.12.2011 bestätigt. Allerdings wurde hier auch klar aufgezeigt, wodurch die Wegefähigkeit wieder hergestellt werden kann.

Lassen Sie sich alles von Ihrer Krankenkasse gefallen??


Viele Versicherte, die wegen einer länger dauernden Krankheit Krankengeldzahlungen ihrer gesetzlichen Krankenkasse erhalten, erleben eine unliebsame Überraschung.
Ganz freundlich teilt die Kasse ihrem Versicherten mit, dass man sich Sorgen um dessen Gesundheitszustand mache, daher sei man leider gehalten, den Kunden aufzufordern einen Reha-... oder gerne auch sofort einen Rentenantrag bei der Deutschen Rentenversicherung zu stellen.
Sollte der Kunde sich weigern, wäre man dann gezwungen die Krankengeldzahlung sofort einzustellen.
Der so angegangene Krankenkassenkunde ist erstaunt- denn tatsächlich will er doch noch gar keine Rente und auch eine Rehamaßnahme passt im Moment noch nicht so richtig.
Entweder steht der Versicherte kurz vor seinem 60. Geburtstag und plant, sobald wie möglich in eine Altersrente zu gehen oder die junge Brustkrebspatientin befindet sich noch mitten in der Akutbehandlung, wie soll sie trotz laufender Chemo in Reha??
Auch ist das Krankengeld regelmäßig höher als die Erwerbsminderungsrente.

Mit dem §51 SGB V haben die Krankenkassen aber vom Gesetzgeber die Möglichkeit bekommen, das sogenannte Dispositionsrecht des Versicherten einzuschränken.
Es kann also durchaus auch Fälle geben, in denen das oben beschriebene Verhalten der Krankenkassen rechtmäßig sein kann.

Es müssen hier einige Voraussetzungen erfüllt sein, um den Versicherten in eine Rente zwingen zu können.
Es muss durch ein qualifiziertes Gutachten dokumentiert sein, dass die Erwerbsfähigkeit eines Versicherten tatsächlich erheblich gefährdet oder gemindert ist.
Auch hat die Krankenkasse bei ihrer Entscheidung, ob ein Versicherter zur Antragsstellung aufgefordert wird oder nicht, ihr Ermessen pflichtgemäß auszuüben. Der Betroffene ist vor Erlass des ihn belastenden Verwaltungsaktes zu hören.

Die überwiegende Mehrzahl dieser Bescheide ist fehlerhaft.

Daher mein Tipp: Lassen Sie sich rechtzeitig beraten und nicht vorschnell von Ihrer Krankenkasse zu einer Reha- oder Rentenantragsstellung drängen.

Gerne stehen wir Ihnen in Nordheim, Heilbronn und Stuttgart persönlich für eine Beratung zur Verfügung.

 

Neuberechnung einer Altersrente bei fehlerhafter Hochrechnung?

Wird ein Versicherter bei der Rentenantragsstellung vom Rentenversicherungsträger nicht oder nur fehlerhaft über die Folgen seines Einverständnisses mit der Ermittlung der voraussichtlichen beitragpflichtigen Arbeitsentgelte für die 3 Monate vor Rentenbeginn durch Hochrechnung beraten, kann ihm ein sozialrechtlicher Herstellungsanspruch auf Zahlung einer Altersrente nach Maßgabe der tatsächlich erzielten höheren Entgelte zustehen.
Dies hat das Bundessozialgericht (BSG) mit Urteil vom 12.Dezember 2011, Az: B 13 R 29/11 R entschieden.
Lassen Sie sich daher besser vor einer geplanten Rentenantragsstellung umfassend von uns beraten und informieren, nur so lassen sich Fehler vermeiden, die Sie Geld kosten können.

Keine Witwenrente nach kurzer Versorgungs-Ehe

Keinen Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente haben Hinterbliebene nach einer kurzen Ehedauer. Hier wird unterstellt, dass es sich um eine sogenannte Versorgungs-Ehe gehandelt hat.

Nach dem Sozialgesetzbuch VI besteht ein Anspruch nur dann, wenn die Ehe mindestens ein Jahr gedauert hat.

Ausnahmen hiervon sind möglich, wenn davon auszugehen ist, dass die Eheschließung nicht erfolgte, um eine Hinterbliebenenversorgung zu ermöglichen.

Dies kann dann angenommen werden, wenn der Tod unvorhersehbar eintritt.

 

Beratungen zu diesem Thema werden in der Kanzlei angeboten.

Es lohnt sich häufig, ablehnende Entscheidungen des Rentenversicherungsträgers überprüfen zu lassen.